Im Jahr 2035 werden etwa 35 % der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein. Die Mehrheit wünscht sich, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung zu leben. Der Hauskrankenpflege wird in Zukunft größte Bedeutung zukommen.
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Pflegenotstand?
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Mit der Lebenserwartung der Menschen steigt auch der Bedarf an qualifizierter Pflege. Zur Betreuung der oft mehrfach erkrankten betagten Menschen benötigen Krankenhäuser und Geriatriezentren ausreichend qualifiziertes Personal. Doch daran mangelt es. Es fehlen Tausende qualifizierte Arbeitskräfte. Der Pflegenotstand ist vorhersehbar. Wie aber kann man diesem Missstand begegnen?
Pflegeberufe müssen in Österreich dringend attraktiver gemacht werden. Die Trägerorganisationen fordern eine bessere Ausbildung, höhere Bezahlung, geringere Belastung und
Aufstiegschancen für die Pflegeberufe. Mit der Aufwertung der Berufsbilder und der Imageverbesserung geht auch eine Ausweitung der Kompetenzen einher. Der größte Mangel herrscht beim
diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonal, aber auch bei den Sozialbetreuungsberufen, Pflegehilfen und Heimhilfen gibt es Probleme.
Die Ausbildung sollte auf das ganze Spektrum an Einsatzbereichen vorbereiten. Rein medizinische Fertigkeiten reichen schon lange nicht aus - Sozialpädagogik, Alltagsmanagement und
individuelle Spezialgebiete gehören aufgewertet. Und schließlich brauche es Erleichterungen bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Zertifikaten.

