Bei der Einstufung zum Pflegegeld sollen künftig auch Pflegefachkräfte über den Pflegebedarf und damit über die Höhe des Pflegegeldes entscheiden. Bisher machen das die Ärzte allein. Wie heißt schon eine alte Weisheit: "Was wäre die Kunst der Ärzte ohne die Kunst der Pflege"! Arzt und Pflegefachkraft werden danach gemeinsam den Pflegebedürftigen Menschen besuchen und den Pflegeaufwand bestimmen. Dabei geht es sowohl um neue Zuerkennungen, als auch um die Erhöhung des Pflegegeldes.
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Die Pflegestufen werden neu bewertet
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Zusätzliches Geld für eine automatische Höherbewertung hat Sozialminister Hundstorfer allerdings nicht in seinem Budget. Er hat ohnehin Schwierigkeiten die kommenden Anforderungen zu finanzieren. Bei einer in den nächsten Jahrzehnten stets steigenden Anzahl von älteren Menschen reiche schon jetzt das vorhandene Geld nicht aus, stellte der Minister in einem Radiointerview fest. Er plädierte deshalb dafür einen Steuer finanzierten Pflegefonds einzurichten. Bis 2020 rechnet Hundstorfer mit Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro. Im kommenden Herbst wird darüber mit den Bundesländern verhandelt.

